Drehstart

Tausend Arten, den Regen zu beschreiben

TAUSEND ARTEN, DEN REGEN ZU BESCHREIBEN erzählt von der Überforderung, die die heutige Welt für jeden bereithält. Während der eine die Antwort in einer Totalverweigerung findet, fühlen sich die anderen verantwortlich, ihn dort herauszuholen – und machen dadurch doch nur alles schlimmer. Als er 18 Jahre alt wurde, hat Mike sich in seinem Zimmer verschanzt. Seitdem bitten, betteln, klagen, verharren, verzweifeln, fluchen und hoffen seine Eltern Susanne (Bibiana Beglau) und Thomas (Bjarne Mädel) und seine 14-jährige Schwester Miriam (Emma Bading) vor seiner Türe. Warum Mike den Kontakt abgebrochen hat, weiß niemand. Was dagegen zu tun ist, weiß man noch weniger.                                                            Während Susanne und Thomas gegen die Türe anrennen, um Mike zu Einsicht und Rückkehr in das so genannte Leben zu bewegen, ahnt allein Miriam, was ihren Bruder treibt – sie spürt, dass auch ihr Weg sie geradewegs hinter eine solche Türe führen kann.In ihrer Verzweiflung zerfällt die Familie ungewollt – sie funktioniert nur noch nach Gesellschaftsnorm und ignoriert ihre eigene Überforderung. Doch erst wenn alles zerstört ist und man im Freien steht, weiß man, ob die Trümmer um einen herum eine schützende Burg oder ein Gefängnis waren.

TAUSEND ARTEN, DEN REGEN ZU BESCHREIBEN ist eine Produktion von MADE IN GERMANY Filmproduktion in Köln. Produzentin ist Melanie Andernach. Senderpartner sind der WDR (Redaktion: Andrea Hanke) und ARTE (Redaktion: Birgit Kämper). Regie führt Isabel Prahl. Das Drehbuch schrieb Karin Kaci.

Die dramaturgische Beratung hat Dominik Graf übernommen. Förderung kommt von der Film- und Medienstiftung NRW, dem Kuratorium junger deutscher Film und der Filmförderungsanstalt (FFA). Deutscher Verleiher ist Film Kino Text. Der Film kommt voraussichtlich im Frühjahr 2017 in die Kinos.

Foto: © Florian Schmitz / Von links nach rechts: Bjarne Mädel, Isabel Prahl (Regie), Andreas Köhler (Kamera), Melanie Andernach (Produzentin), Emma Bading, Bibiana Beglau