StephanWagner c Heike Ulrich

STEPHAN WAGNER

Regisseur

Der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Stephan Wagner realisiert seit seinem Langfilmdebüt KUBANISCH RAUCHEN 1998 rund dreißig, vielfach preisgekrönte Filme. Seit 2005 ist der dreifache Grimme-Preisträger Vorstand im Bundesverband Regie (BVR), für den er seit 2014 im Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt (FFA) sitzt. Mit seiner Firma Carte blanche Film ist er seit 2007 auch als Produzent tätig und hat damit mehr Gestaltungsspielraum bei der Auswahl und Umsetzung seiner Stoffe.

Wagner widmet sich in seinen Filmen regelmäßig moralischen Fragen des menschlichen Umgangs. Beispielhaft stehen hierfür DIE AKTE GENERAL über den Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der als erster gegen Verbrechen des Nationalsozialismus ermittelt, der auf wahren Ereignissen beruhende IN SACHEN KAMINSKI, in dem der Staat lernbehinderten Eltern das Kind wegnimmt, dem Thriller LÖSEGELD sowie DER FALL JAKOB VON METZLER, der einen wahren Entführungsfall erzählt und der Frage nachgeht, ob man zur Rettung einer Geisel foltern darf. Bei der ersten Folge des neuen Berliner TATORT-Teams führt Stephan Wagner Regie, bei der zweiten verantwortet er das Drehbuch und gestaltet damit den Relaunch mit.

Anfang 2016 gründet Stephan Wagner gemeinsam mit Alexander van Dülmens Weltvertrieb A Company die Produktionsfirma Carte Blanche International zur Herstellung internationaler Kino- und Fernsehproduktionen. Zur ihren ersten Projekten gehören CORYZA, die Verfilmung von Stanislaw Lems Kriminalroman „Der Schnupfen“, eine Serie über Katharina die Große sowie die Multikulti-Komödie ANTALYAGRAD, die als deutsch-russische Kinoproduktion realisiert wird.

Von 1990 bis 1996 studiert Wagner Filmregie und Drehbuch an der Filmakademie Wien, sein Abschlussfilms „Der Hausbesorger oder ein kurzer Film über die Ordnung“ wird 1998 in den Wettbewerb der Semaine de la Critique der Internationalen Filmfestspiele von Cannes eingeladen. 1999 kehrte der 1968 in Mainz geborene Wagner nach Deutschland zurück.

Zu Wagners zahlreichen Auszeichnungen gehören 2004 der Grimme-Preis für DIENSTREISE – WAS FÜR EINE NACHT. 2012 folgen der Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste/Preis für Regie, 2013 der Robert-Geisendörfer-Preis und der Grimme-Preis, alle für DER FALL JAKOB VON METZLER. Sein Film MORD IN EBERSWALDE wird 2014 mit einem Grimme-Preis, der Gold World Medal des New York Festivals International TV & Film Awards und mit dem Deutschen Fernseh-Krimipreis bedacht.

Wagner ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, der Akademie des Österreichischen Films, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste sowie Gründungsmitglied der Deutschen Akademie für Fernsehen. Im November 2016 strahlt die ARD den unter seiner Regie und Produktion realisierten Film WER AUFGIBT, IST TOT mit Bjarne Mädel und Katharina Marie Schubert aus.

Das ZDF zeigt Anfang Juni seine Carte-Blanche-Produktion AM RUDER mit Wotan Wilke Möhring und Julia Koschitz in den Hauptrollen.

Der ZDF-Krimi AM RUDER mit Julia Koschitz und Wotan Wilke Möhring, bei dem Stephan Wagner das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat, ist 2018 für den Jupiter Award als bester TV-Film nominiert.

© Heike Ulrich