Lola Randl_Philipp Pfeiffer

LOLA RANDL

Regisseurin

Geboren 1980 in München lebt die Regisseurin und Drehbuchautorin Lola Randl mittlerweile in einem kleinen Ort in der brandenburgischen Uckermark. Dass es auf dem Land existentieller, unmittelbarer und weniger privat zugeht, als in der Stadt, insbesondere wenn man im zentralen Haus gleich gegenüber der Kirche lebt, hat sie schnell erfahren – und dokumentiert. Sie drehte die Doku-Serie LANDSCHWÄRMER, die im Dezember 2015 in der zweiten Staffel ausgestrahlt wird. Darin erzählt sie unverstellt wie die romantische Erwartungshaltung der Städter auf das reale Landleben der Alteingesessenen trifft und wie sie miteinander zurecht kommen – müssen – oder auch nicht.

Von 2001 bis 2006 studierte Lola Randl an der Kunsthochschule für Medien in Köln und absolvierte 2007 die Drehbuchwerkstatt München. Während ihrer Ausbildung entstanden mehrere, zum Teil preisgekrönte Kurzfilme. Ihr Spielfilmdebüt gab sie mit DIE BESUCHERIN, der 2008 in der Sektion Perspektive Deutsches Kino der Berlinale uraufgeführt wurde.

Es folgten weitere Kurzfilme und 2012 der Film DIE LIBELLE UND DAS NASHORN mit Mario Adorf und Fritzi Haberlandt. 2013 kam DIE ERFINDUNG DER LIEBE in die Kinos, dessen Dreharbeiten 2011 begannen und durch den Tod der Hauptdarstellerin Maria Kwiatkowsky unterbrochen wurden. Lola Randl gelang es durch eine geschickte Neufassung des Drehbuchs sowohl die ursprüngliche Geschichte zu erhalten als auch eine bittere Satire auf das Filmgeschäft sowie ein würdiges Andenken an ihre Hauptdarstellerin zu schaffen.

Zur Zeit entwickelt Lola Randl eine Kinoversion von LANDSCHWÄRMER. Darin wird sie der Frage nachgehen, ob die idealisierten Vorstellungen der Städter von nachhaltiger Selbstversorgung tatsächlich umsetzbar sind oder es nicht sinnvoller ist, sich an die erprobten Methoden der Nachbarn zu halten. Der Kinofilm FÜHLEN SIE SICH MANCHMAL AUSGEBRANNT UND LEER? mit Lina Beckmann, Charly Hübner und Benno Fürmann wird 2017 erstmalig auf dem Münchner Filmfest gezeigtund feierte im März 2018 deutschen Kinostart.

© Philipp Pfeiffer